Gestern fand der dritte und damit letzte Vorlauftag der WM in Houston statt. Ursprünglich waren zwei Vorlaufdurchgänge der Gruppen 1-14 geplant. Kurzfristig wurde den Fahrern jedoch mitgeteilt, dass eine zusätzliche dritte Runde unter Flutlicht am Abend stattfinden soll. Hätten wir zu diesem Zeitpunkt gewusst, dass wir dadurch erst nach Mitternacht im Hotel sind, hätten Patrick und ich wohl beim deutschen Teammanger Armin Weihert dagegen gestimmt. Die ersten beiden Durchgänge verliefen für uns nicht optimal. Im ersten ist uns direkt nach dem Tankstopp bei der Ausfahrt aus der Box der Motor überfettet und abgestorben, im zweiten Vorlauf zwang uns eine lose Glühkerze zum vorzeitigen Ende. Mit seiner Vorlaufzeit aus dem ersten Durchgang vom Dienstag war Patrick aber immer noch für das Viertelfinale (Ranglistenplatz 32) am Samstagmorgen qualifiziert. Takaaki Shimo hingegen fuhr den gesamten Tag wie entfesselt und bestätigte seinen Direktqualifikationsplatz in jedem Durchgang. Adrien Bertin kam leider immer noch nicht mit der Strecke zurecht (Platz 46 in der Rangliste). Selbst eine Kopie von Shimos Auto verhalf ihm nicht zu einer Verbesserung. Um 19 Uhr Ortszeit wurde der dritte Vorlaufdurchgang gestartet. Bis zur Gruppe 7, in der Patrick an den Start ging, verlief alles planmäßig. Kurz vor Ende von Patricks Vorlauf fiel dann plötzlich der Strom für die Flutlichtanlage aus und auf einmal fuhren zehn Autos im Dunkeln. Immerhin konnte Patrick sein Modell unbeschädigt in die Box zurücksteuern.

Die IFMAR ließ den Durchgang nach einer Dreiviertelstunde Pause mit Gruppe 8 weiterlaufen und erst nach mehrmaligem Protest der Teammanger der betroffenen Fahrer wurde gegen Gruppe 12 entschieden, den Lauf der Gruppe 7 nach Ende des Durchgangs zu wiederholen. Viele Fahrer nutzten die kühlen Bedingungen in der Nacht, um ihre Zeiten zu verbessern. So rutschte Patrick immer weiter ab und verlor seinen sicheren Platz im Viertelfinale. Da die Autos erst mit Bekanntgabe des Wiederholungslaufs der Gruppe 7 aus der technischen Abnahme freigegeben wurden, hieß es schnell noch einen neuen Satz Reifen schleifen und dann Antreten, um sich eventuell wieder zurück ins Viertelfinale kämpfen zu können. Motor und Auto liefen bei Patrick im Widerholungslauf am Limit und es sah lange so aus, als könne er sich auf seine vorherige Platzierung zurückkämpfen. Der Tankstopp verlief mit einer Tankrunde von 22,4 Sekunden perfekt, doch leider ließen einige kleiner Fahrfehler Patrick in der Hochrechnung während des Laufs wieder zurückfallen. Nach Ende des Laufs stand Patrick dann auf Platz 34 und startet dadurch heute Abend von Startplatz 1 in das Achtel-B-Finale, welches zugleich das letzte Finale im Zeitplan für Freitag sein wird. Hoffen wir, dass in diesem Finale alles nach Plan verläuft und ein Aufstieg drin ist.