Der gestrige erste Trainingstag war zumindest für uns ziemlich ereignisreich. Bereits auf dem Weg zur Strecke am frühen Morgen wurden Patrick Gassauer und ich in einen Unfall verwickelt. An der letzten Kreuzung vor der Strecke kachelte ein Pkw-Fahrer über die rote Ampel und fuhr in den neben uns fahrenden Dodge RAM Truck hinein. Dieser wurde dann in den rechten vorderen Kotflügel unseres Mietwagens gedrückt. Verletzt wurde niemand, aber Patrick musste eine Viertelstunde später Helferposten auf der Strecke machen. Zum Glück kam Alex Scholl vom Team Shepherd vorbei und konnte Patrick mitnehmen (nochmals vielen Dank dafür!), damit dieser Regelkonform seinen Posten im ersten Vorlauf einnehmen konnte. Ich kam kurze Zeit später mit dem Abschleppwagen nach und so traten wir beide pünktlich zu Patricks Vorlauf an.

Die beiden Vorläufe der Gruppen 1-7 liefen für Patrick ziemlich gut und er konnte die noch recht niedrigen Temperaturen des ersten Durchgangs nutzen, um seine Rundenzeiten zu verbessern. Der eingesetzte Team-Orion-Motor läuft problemlos über fünf Minuten und so muss man sich auch keine Gedanken darüber machen, dass der Treibstoff wie bei mach anderem Piloten mit einem Tankstopp vor Ende der zehn Minuten Vorlaufzeit aus geht. Gegen 13 Uhr Ortszeit sollten die ersten beiden Vorläufe für die Gruppen 8-14 gestartet werden. Aber bereits in der Aufwärmphase fielen dicke Regentropfen auf die Bahn, bevor der große Gewitterguss runterkam. Dem Rennleiter blieb nichts anderes übrig als das Rennen zu unterbrechen. Zu späterer Stunde wurde aufgrund der immer noch nassen Strecke von der IFMAR entschieden, die Vorläufe dieser Gruppen auf den heutigen Tag zu verschieben. Des einen Leid ist des anderen Freud: Durch die Rennunterbrechung lag Patrick Gassauer auf Platz 2 in der Gesamtrangliste. In Führung war Jilles Groskamp (Shepherd) und somit hielten beiden Fahrer eine Team-Orion-Doppelpole.

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